
Indica ist wieder voll im Trend. Auf dem nordamerikanischen Marktplatz fuehren mehrere Kush-Sorten, Purple Urcle, Train Wreck und andere Indica-Gewaechse die Beliebtheitsskala unter Growern und Smokern an, in Europa ist der Cheese-Hype ungebrochen. Unter den Hunderten von Indica-Sorten, die aufwaerts dem weltweiten Seed-Markt angeboten werden, eine Top Drei-Selektion auszuwaehlen, faellt natuerlich aeusserst schwer. Zwar ist unter weitem nicht was selbst immer Gold, was glaenzt, und die Menschenschar der absoluten Spitzensorten begrenzt, die Qual der Wahl wohl dessen ungeachtet gross. Das Schlaglicht soll dieses Mal aufwaerts zwei Indica-Klassiker und eine noch relativ neue Indica-Sorte gerichtet werden: Matanuska Tundra von Sagarmatha Seeds, Sensi Star von Paradise Seeds und Tora Bora von DNA Genetics
Tora Bora/DNA Genetics
Der 1986 in den Bergen Afghanistans kuenstlich angelegte Hoehlenkomplex Tora Bora liegt etwa 40 km von Jalalabad fern in der Provinz Nangarhar, nahe der pakistanischen Grenze. Tora Bora gelangte zu weltweiter Bekanntheit, qua zu den Terroranschlaegen vom 11. September 2001 vermutet wurde, dass sich Osama Bin Laden hier versteckt hielte, und die Ami was selbst immer daran setzten, Tora Bora einzunehmen, was im letzter Monat des Jahres 2001 selbst gelang, gewiss ohne Bin Laden fassen zu koennen. In der westlichen Welt gilt Tora Bora qua archaische Hoehle des Boesen, qua Sinnbild der dunklen Schreckensherrschaft der Taliban, die Afghanistan gesellschaftspolitisch voruebergehend ins finsterste Mittelalter zurueckwarfen. Eine hanfsamen cannabissorte zu solch einem Ort zu benennen, mag zu Gunsten von manchen jenseits des guten Geschmacks und politisch nicht stichhaltig sein, ist marketingtechnisch wohl zweifellos ein grosser Coup, denn die dunkle Faszination des Schreckens terroristischer Macht, die beim sehr eingaengigen Klang des Namens “Tora Bora” mitschwingt, wird vom Grower bzw. Konsumenten gleichgesetzt mit starker, geradezu vernichtender Sortenpotenz, die zerstoererische Macht des Taliban-Terrors im Cannabissorten-Kontext ins Positive gewendet. “Spuert die dunkle Seite der Macht” scheint DNA Genetics mit Tora Bora zu versprechen, Star Wars laesst schoen gruessen …
Auch geographisch gesehen ist der Sortenname Tora Bora sinnfaellig – unter der Sorte handelt es sich um eine Kreuzung einer reiner Pakistani Indica (“X-18″ genannt) und einer reinen Afghani Indica, die DNA Genetics schon seitdem Jahren qua “L.A. Confidential” sehr erfolgreich im Sendung haben. Und die amerikanischen Zuechter Don und Aaron von DNA Genetics bleiben unter Wort, ihre Tora Bora ist tatsaechlich eine Indica Sorte von exotisch starker Potenz, der man durchaus zerstoererische Macht bescheinigen kann: Ein Hardcore-Kiffer, der seitdem 30 Jahren dabei ist, musste unlaengst aufwaerts halber Strecke seinen ersten Tora Bora-Joint beenden, weil es ihm “einfach zu viel” wurde – dies hatte er seitdem Ewigkeiten nicht mehr erlebt. Er sagte, Tora Bora sei “richtig giftig”, ihre darnieder schmetternde Indica-Potenz ein regelrechter “Schuhauszieher” mit Knock Out-Effekt. Bei Tora Bora scheint es danach tatsaechlich heikel zu sein, zuviel von der dunklen Seite der Macht zu kosten. Die Sorte produziert rekordverdaechtig riesige Indica-Laubblaetter und harte, extrem harzige Buds, die kombinieren sehr besonderen suessen parfuemartiger Geruch verstroemen und in acht bis neun Wochen zur Reife gelangen. Beim Anbau zeigte sich jedoch, dass verschiedene Phaenotypen auftreten. es gibt selbst weniger begehrenswerte Phaenos, die kombinieren sehr hohen Staengel- und Blattanteil beweisen oder nicht sonderlich kompakt wachse~ DNA Genetics empfehlen Tora Bora qua sehr geeignete Medizinalhanfsorte, die sehr positiv unter Schmerzen und Schlaflosigkeit helfen soll.
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